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RECENT ARRIVALS


Zoltán Kodály. Mit 2 Taf.

By VARGYAS, Ludwig:

Budapest: Königl. Ung. Universitätsdruckerei] 1942.. 8°. 20 S. Beige Broschur in Klammerheftung mit schwarzem Umschlagtitel. Erstausgabe dieser Monographie über den bedeutenden ungarischen Musikethnologen, - theoretiker und -ethnologen, v.a. aber bedeutenden Komponisten der Moderne Zoltán Kodály (1882-1967), erschienen anlässlich seines 50. Geburtstags. Die Taf. zeigen ein Kodálys Fotoporträt des renommierten Fotokünstlers Károly Escher und ein Faksimile der ersten Seite der hs. Notation von Kodálys Bühnenwerk »Szekler Spinnstube« (Székely fonó, 1924-1932). - Papier insbesondere an den Rändern etwas gebräunt, sonst sauberes Exemplar dieser fragilen, nicht häufig angebotenen Broschur.

$57.96

Melodien der rumänischen Colinde (Weihnachtslieder). 484 Melodien, mit einem einleitenden Aufsatz. (= Universal Edition, Nr. 10259).

By BARTÓK, Belá:

Wien: Universal-Edition (Waldheim-Eberle) 1935.. 4°. XLVI, [2], 106, [2] Ss. Originale hellbraune Verlagsbroschur mit schwarzem Umschlag- und Rückentitel. Erstdruck von ursprünglich handschriftlich und mittels Phonograph aufgezeichneten rumänischen Weihnachtsliedern, die Bartók ab 1909 während mehrerer Forschungsreisen durch Siebenbürgen gesammelt hatte. Die Volksmusik galt Bartók als wichtige Inspirationsquelle auf der Suche nach seinem persönlichen musikalischen Ausdruck, weshalb er vorliegender Ausgabe auch einen umfangreichen kompositionstheoretischen Kommentar voranstellte. Die Sammlung und musikethnologische Erforschung von Volksliedgut insbesondere aus Zentral-, Ost- und Südosteuropa war Bartók neben seiner kompositorischen Tätigkeit eine eigentliche Lebensaufgabe, für die er sich 1934 sogar von seinem Lehrauftrag an der Budapester Musik-Akademie entbinden ließ. Die handschriftlichen Notate Bartóks wurden für vorliegenden Druck übrigens von keinem geringeren als seinem Mitarbeiter und Freund Zoltán Kodály lektoriert, bei dem sich Bartók im Vorwort auch für ""viele wertvolle Fingerzeige"" bedankt. - Vorderseite des Umschlags mit leicht sichtbarer Knickfalte, Hinterseite etwas lichtrandig, Papier gebräunt, sonst sehr gut erhaltenes Exemplar dieser für das volksmusikalische Erbe Siebenbürgens unschätzbar wertvollen Notationen. - Riemann I, 105 ff.

$217.35

Versteigerung der Musikbibliothek des Herrn Dr. Werner Wolffheim. 13. u. 16. Juni 1928 bzw. 3. u. 8. Juni 1929. 4. Teile in 2 Bänden. [Tl. 1+Tafelband; Tl. II+Tafelband (beiliegend)] Mit 180, wovon 4 zweifarbigen Abb. auf 90 Taf., sowie 2 Falttaf. mit Schätzpreisen.

By BRESLAUER, Martin; LIEPMANNSSOHN, Leo, Red.:

Berlin: Antiquariat Breslauer & Antiquariat Liepmannssohn (Labisch) [o.J., 1928 u. 1929].. 8°. [6] 287 [1] Ss., 1 Falttaf., [2 (Titel d. Tafelbd., Inhalt d. Tafbd.)] Ss., 24 Bll. [Abb.], [2 (Druckvermerk)] Ss.; [3] 576 Ss. 1 Falttaf.; [2 (Titel d. Tafelbd., Inhalt d. Tafbd.)] Ss., 22 Bll. [Abb., Druckvermerk]. Private Handeinbände der Zeit mit Lederrücken auf fünf falschen Bünden sowie Lederecken, goldgeprägtem ornamentierten Rückentitel und dreiseitigem Marmorschnitt; hellblaue Broschur mit schwarzem Umschlag- und Rückentitel. Auktionskatalog mit 2.500 Positionen der »kostbarsten Sammlung von Musikbüchern aller Art, die jemals auf dem Markt war...« (Vorwort) des Berliner Juristen, Musikwissenschafters und Sammlers Werner Joachim Wolffheim (1877-1930). Wolffheim wurde von Zeitgenossen als uneigennütziger Bibliograph beschrieben, der seine Schätze der Fachwelt durch zahlreiche Aufsätze erschloss und über seine Kontakte als Funktionär der »Gesellschaft für Ästhetik und allgemeine Kunstwissenschaft« und des »Verbands deutscher Musikkritiker« auch vielen Interessierten zum Studium öffnete. Einige Jahre vor seinem Tod sah sich Wolffheim allerdings dazu veranlasst, seine einzigartige Bibliothek zu veräußern. Er vertraute dabei auf den legendären Berliner Antiquar Martin Breslauer, an dessen Katalogen er bereits mitgewirkt hatte. Den Großteil der Zuschläge bei den von Breslauer in Kooperation mit dem Berliner Antiquarskollegen Liepmannssohn in den Jahren 1928 und 1929durchgeführten Auktionen erhielt der Frankfurter Industrielle, Musikliebhaber und Bibliophile Paul Hirsch, welcher insgesamt etwa 15.000 Werke der Sammlung Wolffheims erwarb, womit er seine eigene Sammlung zur damals größten privaten Musikbibliothek Europas ausbauen konnte. - Die solide gearbeiteten Handeinbände sind geringfügig berieben, sonst handelt es sich um einen sehr sauberen Satz dieser einzigartigen musikbibliografischen Dokumentation. - Wolf, Johannes: Werner Wolffheim zum Gedächtnis. In: Zs. f. Ästhetik und allg. Kunstwissenschaft, Jg. 25 (1931), S. 94f.

$217.35

Die ungarische Volksmusik [»Ungarisches Volkslied oder Zigeunermusik?«] Sonderabdruck aus dem Sammelband »Ungarn. Das Antlitz einer Nation«.

By KODÁLY, Zoltán:

Budapest: Király Magyar Egyetemi Nyomda [Königl. Ung. Universitätsdruckerei] 1941.. 8°. 20 S. Beige Broschur in Klammerheftung mit schwarzem Umschlagtitel. Erste Einzelausgabe dieses zuerst im 1940 in Budapest von Zoltán Baranyai hg. Sammelband »Ungarn. Das Antlitz einer Nation« abgedruckten musikethnologischen Aufsatzes von Zoltán Kodály. Wie sein Freund Béla Bártok war Kodály nicht nur ein bedeutender Komponist der Moderne, sondern zählte auch zu den wichtigsten Sammlern, Erforschern, Theoretikern und Vermittlern des ungarischen Volkslieds. Er hatte 1907 an der Budapester Franz-Liszt-Akademie über dieses Thema promoviert und sammelte bzw. erforschte zeitlebens über 3.500 ungarische Volkslieder. Im Gegensatz zu Bártók aber, der im faschistischen Ungarn unter »Reichsverweser« Horthy aufgrund seiner resoluten Haltung gegen die Nazis Ablehnung erfuhr und 1940 schließlich in die USA emigrieren musste, übernahm Kodály mit der vorliegenden Schrift offensichtlich die damals in Ungarn vorherrschende antiziganistische Haltung, indem er eine »Urschicht« ungarischer Volksmusik von der sie epigonalisierenden »Zigeunermusik« abzugrenzen versuchte und damit die Bedeutung von Rom-Musikern für die ungarische Volksmusik herunterspielte. - Rücken rund um die Klammern und teils auch Ränder fachkundig stabilisiert, Papier insbesondere an den Rändern etwas gebräunt, sonst sauberes Exemplar dieser fragilen, sehr seltenen Broschur, die für mich weder über KVK noch über OCLC nachweisbar ist.

$169.05