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Lass uns mal `ne Schnecke angraben. Sprache und Sprüche der Jugendszene. by Claus Peter Müller-Thurau - 1983

by Claus Peter Müller-Thurau

Lass uns mal `ne Schnecke angraben. Sprache und Sprüche  der Jugendszene. by Claus Peter Müller-Thurau - 1983

Lass uns mal `ne Schnecke angraben. Sprache und Sprüche der Jugendszene.

by Claus Peter Müller-Thurau

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Europäische Bildungsgemeinschaft, 1983. Pappe. Wer sich das Buch reinzieht, wird mehr Durchblick haben, wenn die Jugend von heute - Popper, Punker, Rocker, Skinheads, Roller, Teds und vor allem Spontis - über Beziehungskisten, Ego-Trips, Ökopax-Welle, Frust in der Schule, Zoff in der Arbeitswelt oder Troeble im Elternhaus labert. So wie die Erwachsenen die Ausdrucksweise der Jugendlichen als vulgär und schwer verständlich abtun, haben die jungen Menschen null Bock auf das Gesülze der Alten, die Geld bunkern und alles so eng sehen.. Dieses Buch will zeigen, das die sogenannte Sponti-Sprache zwar oft dreist, aber weder unmoralisch noch anstößig ist. Sie ist eher als "Schleichweg in die Seele" dieser jungen Menschen anzusehen. Hinter den Sprüchen verbergen sich persönliche und individelle Empfindungen und Gefühle, die einer Abstraktion durch das Wort so weit wie möglich entzogen werden soll. Die Ausdrucksweisen Jugendlicher waren für Erwachsene schon immer schwer verständlich und wurden leicht als vulgär abgetan. In unserer von Technik regierten Welt hat die Sprache immer mehr von ihrer ursprünglichen Bedeutung verloren. Sie ist kopflastig geworden, es wird abstrahiert, viel geredet, nichts gesagt, Leerformeln ersetzen Aussagen. Die Jugend hat sich diesem Gerede entzogen und längst eine eigene Sprache gefunden, die noch "aus dem Bauch heraus" kommt, die ehrlich ist. Mit ihrer Sprache haben sich die Jugendlichen Schlupfwinkel geschaffen, in denen persönliche Empfindungen und Gefühle wieder möglich sind; eine Sprache, die vom anderen erlebt und verstanden wird, die Ecken und Kanten hat, an denen sich ein Gesprächspartner festhalten kann. Daß diese Sprache oft dreist, aber weder unmoralisch noch anstößig ist, zeigt dieses Buch. Sie ist eher als "Schleichweg in die Seele" dieser jungen Menschen anzusehen; sie bietet die Chance, den Sprechenden auch als Person ausfindig zu machen. Die Kapitel : * Vorwort * Sprachverhunzung? * Schlupfwinkel der Sprache * Auf der Szene * Die Zweierkiste * Alternativ geht fast nix schief * Wahnsinn, das ganze Leben ist Wahnsinn! * Betroffenheit oder: Ich glaub', mich streift ein Bus * Ausflippen oder immer bergauf * Seid furchtbar und wehret Euch! * Kollektive: Grüne Soße und Rote Rolle * Freaks oder: Ich habe etwas gefunden * Der Sound , der reinfährt * Rassig im Drift und sehr, sehr giftig * Nur keinen Affen kriegen! * No future für die Sprache der Jugend? * Noch'n Spruch - Kieferbruch! * Jugendsprache von A-Z * Anhang * Die Lösung * Anmerkungen * Verwandte Literatur CLAUS PETER MÜLLER-THURAU, geboren 1947 in Thierbach/Sachsen, studierte Germanistik, Romanistik, Psychologie und Soziologie mit dem Studienabschluß Diplom-Psychologe. Er ist als Psychotherapeut und in der Erwachsenenbildung tätig. Was heißt "Laß uns mal ne Schnecke angraben " oder "Die Tussi törnt mich mächtig an "? Was ist mit "knacken" "ömmeln" oder "abschnallen" gemeint? Während die Sprache der Erwachsenene immer kopflastiger und abstrakter wird, hat die Jugend längst eine eigene Sprache entwickelt, die noch "aus dem Bauch "kommt........
  • Bookseller Antiquariat UPP DE (DE)
  • Format/Binding Pappe
  • Book Condition Used
  • Publisher Europäische Bildungsgemeinschaft
  • Date Published 1983
  • Pages 172